Ungewöhnlich, aber schick: Möbel aus Pappe, Glas und Beton

Ungewöhnlich, aber schick: Möbel aus Pappe, Glas und Beton

Müssen Tisch, Bett und Schrank immer aus Holz sein? Vielen Designern ist das mittlerweile einfach zu langweilig: Sie versuchen sich an ungewöhnlichen Ideen, um ihre Möbel zu entwerfen, und stellen dabei Möbelstücke her, die nicht nur schick aussehen, sondern auch absolut alltagstauglich sind. Dabei wird alles, was denkbar ist, zum Möbeldesign genutzt: Glas, Papier, sogar Beton!

Locker-leichtes Design: Möbel aus Glas sorgen für einen Blickfang

Wer kennt sie nicht, den Glastisch vor der Couch oder die hohe Vitrine, die direkt in die Wohnwand integriert ist und in der die kleine Nippes-Sammlung steht? Doch Designer gehen mittlerweile einen riesigen Schritt weiter und stellen ganze Möbelstücke nur aus Glas her. Ob das dann eine durchsichtige Garderobe, ein ganzer Tisch oder ein Regal ist, schicke Möbel aus Glas verleihen dem Raum ein modernes Design und fügen sich vor allem in schlichte Einrichtungsstile hervorragend ein. Dabei reichen die Formen von filigran und anmutig bis hin zu kühl und elegant. Glasmöbel wie der Beistelltisch Anita werden so zu einem zeitlosen Klassiker.

Da knickt nichts: Möbel aus Papier taugen viel

In Japan und China würde man über die Idee, Papier und Pappe zur Herstellung von Möbelstücken zu verwenden, bloß müde lächeln. Denn dort gehört es schon seit Jahrtausenden zur Tradition, Papier für die Herstellung der Einrichtung zu verwenden. Und auch bei uns wird der Trend zunehmend beliebter, denn die Argumente liegen auf der Hand: Papier ist nicht nur günstig, sondern auch leicht zu verarbeiten und zu transportieren. In der richtigen Menge und Verarbeitung ist es außerdem sehr stabil und, bei der richtigen Herkunft, auch wirklich umweltfreundlich. Aus Papier werden heutzutage Stühle, Tische und Betten entworfen. Dabei experimentieren Designer auch in unseren Gefilden schon länger mit diesem Material: Schon in den Sechzigern gab es günstige Pappmöbel, die für Studenten entworfen waren, um in erster Linie leicht zu transportieren zu sein. Wer ein ganzes Zimmer aus Pappe herstellt, muss sich aber trotzdem nicht darum sorgen, bloß keine Zigarette mehr anzünden zu dürfen: Dank feuerfester Beschichtung ist auch für den Brandschutz gesorgt.

VON WEGEN HART UND UNBEQUEM: BETONMÖBEL EROBERN DEN MARKT

Okay, wir geben es zu: Sofas, die vollständig aus Beton hergestellt sind, werden wohl nicht ganz so weich sein wie das Polstermöbelstück in unseren Wohnzimmern. Doch unbequem muss ein Betonsofa dabei noch lange nicht sein.

Wieso eigentlich Beton? Das Material hat eine einzigartige Optik, die sich in viele Räume integriert, und eine Oberfläche, die durch feine Strukturen eine ungewöhnliche Schönheit erhält. Außerdem kann man Beton quasi jede Form geben, also warum nicht auch die eines Möbelstücks? Viele Designer gießen ganze Sofas, Tische und Betten aus Beton, auch wenn diese dann sehr schwer und dadurch unpraktisch werden. Dafür sind Betonmöbel aber gut als Gartenmöbel oder als Ersatz für unbequeme Parkbänke geeignet: Immerhin sind sie absolut wetterfest und meistens deutlich gemütlicher als Holzlatten. Um das Problem des enormen Gewichts von Betonmöbeln zu umgehen, experimentieren Designer weiter: So glänzt Beton ebenfalls in filigraneren Formen: als Lampenschirm, Vase oder Schale.

Übrigens: Designer stellen mittlerweile auch Möbel her, die durch eine Oberfläche aus Marmorsand eine Betonoptik erhalten, aber nicht aus Beton sind. Und die sind gleich noch einmal viel weicher – und leichter.

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